Es gibt eine Impfung gegen Krebs – aber zu wenige nehmen sie in Anspruch
Frühzeitiges Impfen kann vor bestimmten Krebsarten schützen.
Hier erfahren Eltern alles rund um die HPV-Impfung.
Lasst euch von eurer Kinderärztin, eurem Kinderarzt oder der Hausärztin bzw. dem Hausarzt beraten.
➡️ Die HPV-Impfung ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen wichtig.
Warum wir darüber sprechen
Humane Papillomviren (HPV) können verschiedene Krebsarten verursachen.
Eine Schutzimpfung kann davor schützen – wenn sie frühzeitig erfolgt, idealerweise im Alter zwischen 9 und 14 Jahren.
Dennoch sind in Deutschland viele Kinder und Jugendliche nicht oder nicht vollständig gegen HPV geimpft.
Laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind nur 55 Prozent der Mädchen und lediglich 36 Prozent der Jungen bis zum Alter von 15 Jahren vollständig gegen HPV geimpft.
Hier setzt unsere gemeinsame Initiative an
Im Rahmen der Initiative „Wir gegen Krebs“ von yeswecan!cer, der HanseMerkur und dem Hamburger SV machen die HSV-Frauen rund um ihr Bundesliga-Heimspiel am 1. Februar 2026 auf ein zentrales Gesundheitsthema aufmerksam: Krebsvorsorge durch die HPV-Impfung.
Der Sport bietet dafür eine starke Plattform, um über Gesundheit, Vorsorge und Verantwortung zu sprechen – verständlich, sichtbar und mitten im Alltag.

Bereitschaft ist da – Information fehlt
Die häufigsten Gründe, warum Eltern ihre Kinder bisher nicht gegen HPV impfen lassen:*
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45 %
Ich habe mich damit bisher nicht beschäftigt / darüber nachgedacht.
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23 %
Mir fehlt ein Hinweis-Service, dass ich mein Kind impfen lassen soll.
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14 %
Es ist mir zu mühsam, einen Termin für die Impfung auszumachen.
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11 %
Ich habe keine Zeit dafür.
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18 %
Keine davon
Die Ergebnisse zeigen: Aufklärung, Erinnerung und leicht zugängliche Informationen können einen entscheidenden Unterschied machen.
*2000 Personen im Alter von 18 bis 45 Jahren in Deutschland (1.000 Männer, 1.000 Frauen), darunter 1.056 Eltern, die Auskunft zur HPV-Impfung ihrer Kinder gegeben haben.
Unsere Haltung
Mit der Initiative „Wir gegen Krebs“ verfolgen yeswecan!cer, die HanseMerkur und der Hamburger SV ein gemeinsames Ziel: Aufmerksamkeit für Krebsprävention und Früherkennung zu schaffen – dort, wo Menschen erreicht werden.
„Impfen gegen Krebs? Für bestimmte HPV-bedingte Krebsarten ist das möglich – nur wissen das immer noch viel zu wenige Menschen. Wir sind dem HSV und der HanseMerkur sehr dankbar, dass wir gemeinsam über diesen wichtigen Weg der Krebsvorbeugung informieren dürfen. Lasst uns viele junge Menschen motivieren, sich gegen HPV impfen zu lassen!“
Dr. Tobias Korenke, Geschäftsführer yeswecan!cer gGmbH

©Raufeld
„Prävention ist der wirksamste Schutz vor schweren Erkrankungen – und Aufklärung der erste Schritt dazu. Unsere aktuelle Studie zeigt: Die Bereitschaft zur HPV-Impfung ist da, aber es fehlt vor allem an Wissen, Orientierung und konkreten Anstößen. Genau hier sehen wir unsere Verantwortung als Krankenversicherung und stellen unsere Trikotfläche yeswecan!cer zur Verfügung. Damit rücken wir dieses wichtige Thema in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, denn: Jeder Pieks zählt, um Krebs zu verhindern.“
Eric Bussert, Vorstand HanseMerkur

©HanseMerkur
„Über die Möglichkeit der HPV-Impfung zu sprechen heißt, über Gesundheit, Vorsorge und Chancengerechtigkeit zu sprechen. Aufklärung darüber erreicht junge Menschen am besten, wenn sie schon im Alltag stattfindet – im Fußballstadion und nicht erst im Wartezimmer. Prävention gehört dorthin, wo sie wirkt.“
Eric Huwer, Vorstand Hamburger SV

©Witters
- Was ist HPV?
HPV steht für Humane Papillomviren. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe von Viren mit über 200 verschiedenen Typen.
HPV ist sehr weit verbreitet: Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal – häufig ohne es zu bemerken.- Wie wird HPV übertragen?
HPV wird hauptsächlich durch engen Haut- und Schleimhautkontakt übertragen, meist beim sexuellen Kontakt.
Dabei reicht bereits der Kontakt von Haut zu Haut – eine Übertragung ist auch ohne Geschlechtsverkehr möglich.- Warum ist HPV ein Thema für Kinder und Jugendliche?
Die Impfung wirkt am besten, bevor es zu einer Infektion kommt.
Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren.
In diesem Alter ist das Immunsystem besonders aufnahmefähig – der Schutz ist dann am effektivsten.- Welche Krankheiten kann HPV verursachen?
Viele HPV-Infektionen verlaufen harmlos und heilen von selbst aus.
Bestimmte HPV-Typen können jedoch Krebs verursachen, unter anderem:Gebärmutterhalskrebs
Krebs im Mund- und Rachenraum
Analkrebs
Peniskrebs
Krebs der Vulva und Vagina
Diese Krebsarten können Jahre oder Jahrzehnte nach einer Infektion entstehen.
- Kann man sich gegen HPV schützen?
Ja.
Die HPV-Impfung schützt wirksam vor den wichtigsten HPV-Typen, die Krebs verursachen können. Sie ist derzeit der beste verfügbare Schutz vor HPV-bedingten Krebserkrankungen.- Für wen ist die HPV-Impfung wichtig?
Für Mädchen und Jungen gleichermaßen.
Lange Zeit wurde HPV fälschlicherweise als „Mädchenthema“ wahrgenommen. Dabei profitieren auch Jungen und Männer erheblich von der Impfung – sowohl für ihre eigene Gesundheit als auch zur Eindämmung der Virusverbreitung insgesamt.- Ist die HPV-Impfung sicher?
Ja.
Die HPV-Impfung wird weltweit seit vielen Jahren eingesetzt.
Sie gilt als sehr gut erforscht und sicher. Wie bei anderen Impfungen kann es zu leichten Nebenwirkungen kommen (z. B. Rötung an der Einstichstelle), schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten.- Wer übernimmt die Kosten für die HPV-Impfung?
Die Kosten für die HPV-Impfung werden in Deutschland von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen, wenn sie im empfohlenen Alter erfolgt.
